Top 3 meiner liebsten Sehenswürdigkeiten in Toronto

IMG_9434 (2)Wie in meinem letzten Post über Toronto angekündigt, hat mich die Stadt so beeindruckt, sodass ich beschlossen habe drei der Sehenswürdigkeiten die mich am meisten umgehauen haben und die ich so schnell nicht vergessen werde in einen extra Post zu packen. Ich wollte teilweise etwas ausführlicher beschreiben, was diese Sehenswürdigkeiten bzw. Erlebnisse so besonders und einzigartig macht.

1. Distillery District

Oh ja der Distillery District: ganz große Liebe bei mir! Man kommt sich vor wie in einem kleinen parallel erbauten Dorf, in dem irgendwie die Uhren anders ticken. Das ganze Gelände besteht durch backsteinerne Wände, Blumen, überteuerte Künstlerische Läden, Modeläden und natürlich einigen Vintage- Flohmarktläden. Der eine würde sagen „sehr verramscht und hippstrig“, aber um ehrlich zu sein finde ich das gar nicht. Es hat so eine ganz entspannte künstlerische Atmosphäre mit etwas Liebe in der Luft. Das liegt vor Allem auch an den vielen Brautpaaren die dort in dieser wunderschönen Umgebung ihre Hochzeitsfotos machen lassen. Es macht einfach nur Spaß durch den Distillery District zu schlendern.

IMG_9448 (2) IMG_9440 (2) IMG_9442 (2) IMG_9446 (2) IMG_9428 (2) IMG_9426 (2)

IMG_9445 (2)

2. Essen auf dem CN Tower

Natürlich das Wahrzeichen schlechthin von Toronto ist der CN Tower. Da muss man sich auch nicht die Frage stellen ob man auf diesen hoch fährt- es ist einfach Pflichtprogramm in Toronto. Was aber wenige wissen: anstatt das Geld für die zu überteuerte Aussichtplattform auszugeben, kann man dort oben auch essen. Dabei darf man dann an den viel zu langen Schlangen am Aufzug vorbei und zu einem spezial Aufzug, der einen dann zum Restaurant bringt. Das Restaurant an sich ist leider nicht ganz billig. Aber um ehrlich zu sein, gibt man Generell in Kanada und auch in Amerika fast immer wirklich viel Geld für Essen gehen aus. Außer man ist natürlich bei McDonalds, was natürlich lecker sein kann aber auf Dauer auch nicht das Wahre.

Die Aussicht war einfach nur atemberaubend. Während es langsam immer dunkler wurde und in der Stadt die ganzen Lichter zu blinken begannen, genossen wir in 533 Meter Höhe unser grandioses Abendessen. Da sich das Restaurant auch dreht, bekamen wir eine komplette Panorama Ansicht der ganzen Stadt und konnten auch die Boote auf dem riesigen See beobachten. Wenn man sich sehr anstrengte konnte man auch ein wenig vom anderen Ufer des Sees erkennen, das bereits dann schon Amerika war. Es ist also wirklich eine Investition wert statt in die Aussichtsplattform in das Restaurant zu investieren: Ein wirklich unvergessliches Erlebnis gepaart mit leckerem Essen.

IMG_9554 (2)

IMG_9570 (2) IMG_9571 (2) IMG_9576 (2) IMG_9577 (2)

3. Casa Loma

Als „Europäerin“ die doch eher mit einer weitreichenden Geschichte konfrontiert wird als ein Nordamerikaner, hat mich das Schloss Casa Loma auf den ersten Blick nicht unbedingt vom Hocker gehauen. Was soll daran besonders sein? Es ist ein Schloss, das (wie sooft in Amerika bzw. Kanada) vom Stil her von vielen alt ehrwürdigen Schlössern in Europa abgekupfert wurde.  Keine Frage- Casa Loma ist schön. Aber warum soll mich das beeindrucken wenn ich doch „die Originale“ zu Hause stehen habe? Dachte ich zumindest. Bis ich dann das Schloss besuchte und die Geschichte des Bauherren erfuhr die mich zum einen rührte und zum anderen wirklich inspirierte.

Der Unternehmer Sir Henry Pellatt, der durch Investitionen in Energie zu einer der Reichsten Menschen Nordamerikas wurde, baute das Schloss aus Liebe zu seiner Frau Mary. Ist das nicht süß? Zu dieser Zeit war es nämlich allein noch unüblich aus Liebe zu heiraten. Bei der Erbauung des Hauses vergaß er aber nie das kanadische Volk, das zu dieser Zeit größtenteils sehr arm war. Er zahlte ungewöhnlich hohe Summen für jeden Arbeiter der an diesem Haus beteiligt war.

Alles was er anfasste wurde zu Gold, sodass er immer reicher wurde. Aber sympathischerweise vergaß er nie die Armen. Bis er durch den ersten Weltkrieg alles verlor (auch Casa Loma und auch seine Frau die an Herzleiden starb) selbst arm wurde. Aber er schien nie verbittert und freute sich als Casa Loma durch die Stadt Toronto nun für die Gesellschaft bzw. den Tourismus genutzt wird. Ist das nicht eine schöne Geschichte? Ich finde es unglaublich inspirierend, dass Sir Henry Pellat als jemand der stets alles besaß doch offensichtlich immer vor Augen hatte: Geld ist nicht alles und es gibt Menschen denen es sehr schlecht geht. Und selbst wenn man alles verliert: „Life goes on“.

Somit war es echt ein interessantes Gefühl wenn man durch das prachtvolle Schloss geht, im Hinterkopf zu haben „und das hat er sich alles erarbeitet, dann verloren und ist dennoch nie verbittert“.

IMG_9461 (2)

IMG_9467 (2)  IMG_9466 (2) IMG_9469 (2) IMG_9475 (2) IMG_9468 (2)

IMG_9490 (2)

 

Schreibe einen Kommentar