Prüfungsdramaqueen- wie man die Prüfungszeit gut übersteht (theoretisch)

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Ja ich bin noch am Leben-wie es vielleicht ein paar von euch mitbekommen haben ist meine lange Abwesenheit auf eine ziemlich heftige (und teilweise nicht ganz erfolgreiche) Prüfungsphase zurückzuführen. Ich dachte ja nach zwei Semestern Studium hätte ich mich bzgl. Prüfungen schon ganz gut im Griff, sodass die Prüfungsdramaqueen in mir nicht mehr zum Vorschein kommen kann. Weit gefehlt. Ja Studieren an sich wäre ja das Paradies auf Erden, wenn da nicht ab und zu die Prüfungen wären. Und bei jedem macht sich der Prüfungsstress anders bemerkbar. Kein Student kann mir sagen, dass sie oder er die Prüfungszeit ganz locker weg steckt. Dunkle Schatten unter den Augen durch schlaflose Nächte, Fressattacken, Frustshopping, Nervenzusammenbrüche. Und nicht zu vergessen- viel Selbstmitleid und Jammern um die Situation auch für die Mitmenschen unerträglich zu machen. Ja besonders ich verwandle mich während der Prüfungszeit in eine wahre Dramaqueen, weshalb es für mich selbst und für die Personen in meinem Umkreis nichts Schöneres gibt, wenn die Prüfungen wieder vorbei sind. Ich bin evtl. ein kleiner Extremfall.

Aber nimmt man sich nicht immer wieder vor, das nächste mal alles ganz anders zu machen um nicht durchdrehen zu müssen? Und das dann so zu handhaben wie bei Vorsätzen fürs neue Jahr- sie landen auf einer imaginären Liste im Kopf, aber sobald es an die Umsetzung geht, fällt man wieder in alte Muster. Hier sind jedenfalls ein paar Vorsätze, mit denen sich vielleicht der ein oder andere identifizieren kann. Denn irgendwie ist das ja mit dem studentischen Prüfungsstress schon eine verzwickte Sache….

Ich fange früher an zu lernen und lerne mehr

Ich würde fast schon sagen, dass ist einer der Klassiker unter den Vorsätzen. Meist erst nach der Prüfung geäußert. Aber ganz ehrlich, manchmal geht es sich einfach nicht aus früher anzufangen. So sehr man sichs auch vornimmt, oft hat man den Kopf so voll von anderen Dingen (oder Prüfungen), dass es sich einfach nicht anders aus geht. Und oft siegt auch das Argument „ich kann nur unter Druck lernen“. Das endet dann oft in extreme Nachtschichten kurz vor der Prüfung. Wenn man dann sogar durch die Prüfung kommt, wieso sollte man seine Angewohnheit unter Druck zu Lernen dann eigentlich ändern?

Besonders während der Prüfungszeit mache ich viel Sport zum Ausgleich

Wir wissen es alle, Sport ist ideal zum Stressabbau und macht nebenbei noch schlank und angeblich auch glücklich. Aber wenn ich gestresst bin macht es mich glücklich und weniger gestresst mich in meine Sportklamotten zu werfen und ins Fitnessstudio zu rennen um total fertig und verschwitzt wieder heraus zu kommen und sofort wieder an den Schreibtisch zum Lernen setzen zu müssen? Nein. Ich persönlich gehöre eher zu den Menschen, die es bevorzugen sich mit Freunden und einer Tüte Chips auf die Couch zurück zu ziehen und zu fernsehen um auf andere Gedanken zu kommen.

Um Prüfungsstresspfunde zu vermeiden ernähre ich mich extrem gesund

Mit der Tüte Chips sind wir schon beim Thema. Ich hoffe doch, dass ich nicht die einzige bin, der eigentlich während Prüfungsstress gesunde Ernährung so gut wie egal ist. Wenn es hilft (oder ich mir zumindest einbilde es würde helfen) dann haue ich meine Schokokekse in mich rein. Und das löst dann bei mir stärkere Glücksgefühle aus, als beispielsweise Sport. Ja und da lassen sich ein paar neue Pfunde leider nicht verhindern. Aber ich bin ja schließlich nicht hier um Germany’s next Topmodel zu gewinnen, sondern um Prüfungen zu schreiben. Und zum Schreiben von Prüfungen brauche ich nun mal meine extra Kalorien….

Ich versuche früh ins Bett zu gehen und früh auf zustehen

Es ist ein ewiger Teufelskreis. Ich glaub dazu muss ich nicht all zu viel sagen, Schlaf ist während der Prüfungszeit nun mal ein rares Luxusgut.

Ich entsage dem Alkohol und dem allgemeinen sozialen Leben

Selbstverständlich sollte man während seiner Prüfungszeit nicht unbedingt Tag täglich ausgehen und sich den Rausch seines Lebens antrinken. Tja aber andererseits sind wir keine Roboter und auch nur (junge) Menschen. Wenn ich nämlich sehe, wie meine lieben Mitmenschen ständig hinaus in die große weite Partywelt ziehen und sogar einen Hashtag entwickeln, weil ich aufgrund des vielen Lernens fehle (#sophiamissing), dann versinke ich manchmal ganz schön in Selbstmitleid. Natürlich sollte man sich dann vor Augen halten „Wenn die Prüfungen vorbei sind, dann kann ich wieder mitgehen….“ aber wenn man in so tiefes Selbstmitleid versinkt, dass man sich gar nicht mehr aufs Lernen konzentrieren kann sollte man vielleicht doch mitgehen und Prüfungen einfach mal Prüfungen sein lassen. Vielleicht nicht direkt am Abend vor der Prüfung, aber in der Lern- Vorbereitungszeit ist das manchmal keine schlechte Idee. Und keine Sorge meine lieben Mitbewohner haben es erprobt- trotz Vollrausches bleibt das gelernte Wissen noch im Hirn. Das sind doch gute Voraussetzungen, also geht hinaus in die gute weite Welt und versumpft nicht nur vor eurem Schreibtisch.

Allgemein würde ich sowieso sagen, dass das Leben viel zu kurz ist um nur an Prüfungen zu denken. Klar Prüfungen sind wichtig, aber sich deshalb verrückt zu machen und sein komplettes Leben nur noch darauf auszurichten ist auch nicht richtig. Man muss schließlich auch noch ein Leben führen dürfen.

 

 

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