Traumhafter Strandurlaub: Kos

IMG_4754 (2)Kos wird ja derzeit eher mit einigen negativen Schlagzeilen assoziiert. Ich habe dazu auch einen kleinen Post veröffentlicht, da ich finde, dass sich jeder mal zu der Flüchtlingsdebatte Gedanken machen sollte. Aber wenn ich bei Kos nicht gerade an die Griechenlandkrise oder Flüchtlinge, so denke ich an fantastisches Wetter, Strand, Meer, Cocktails und großartiges Essen. Und nicht zu vergessen, die griechische „Lebensweise“. Ich finde das Klischee ist so was von war: Griechen gehen alles etwas langsamer an. Sie haben wirklich die Ruhe weg und Stress scheint ein echtes Fremdwort zu sein. Da hält dann der Taxifahrer auch mal unangekündigt mitten auf der Straße um sich mit einem Kollegen zu unterhalten, der auf der anderen Straßenseite angehalten hat. Dass das Taxometer dabei immer weiter läuft ist egal, denn wie ein altes griechisches Sprichwort besagt (ok ich habe keine Ahnung, aber so stelle ich es mir zumindest vor): „Was du heute kannst besorge, das verschiebe besser auf morge!“.

Aber genau das macht den Urlaub ja auch wirklich unglaublich erholsam. Besonders Kos, eine wirklich kleine Insel mit 16.000 Einwohnern, wirkt manchmal wie ausgestorben. Als wir einmal mit einem Mietwagen von einem Ende zum anderen Ende des Inselchens gefahren sind, hatten wir in den wunderschönen rustikal charmanten griechischen Dörfchen mehr Ziegen gesehen als Menschen. Die Autos die auf den Straßen fuhren, waren auch alles Mietwagen von Touristen. Lustigerweise handelte es sich immer um die gleichen Touristen mit den gleichen Mietwagen. Man kam sich fast schon vor wie in einem Freizeitpark, in dem jedem Kind in einem Fahrgeschäft ein Auto zugeteilt wird, mit dem sie dann ständig im Kreis fahren. Die Insel ist halt nun mal nicht besonders groß.

Dass man zwar vom Land viel sah, aber selten etwas von den Leuten war schon eigenartig. Gut aber vielleicht war das auch zu einer Art „Siesta“ Zeit. Ich habe eh das Gefühl, dass die Uhren hier irgendwie anders gehen. Man steht in der früh auf, geht an das üppige Frühstücksbuffet und hat die schwierige Frage, die über den ganzen Tagesverlauf entscheidet: „Pool oder Strand?“. Meist wurde es Strand und während man so dösend in der Sonne liegt, ein Buch liest oder sich ab und zu doch mal von der Liege erhebt um sich in die Wellen zu stürzen, vergeht die Zeit wie im Flug. Auf einmal ist es Abend und man frägt sich wo die ganze Zeit hin ist. Dann bewegt man sich zu dem wieder üppigen Abendbuffet, wo man sich nicht entscheiden kann, was man zuerst essen soll. Ich bin dann einen kleinen Kompromiss eingegangen und einfach alles essbare, was bei drei nicht auf dem Baum war auf meinen Teller gehäuft. Dass sich das gute Essen jetzt auch auf meiner Figur bemerkbar macht, darüber reden wir besser nicht.

Tja und dann kam die schwierige Abendentscheidung: an die Poolbar oder an die Mainbar? Oh ja, wie ihr sehen könnt, Urlaub machen bedeutet bei diesen Entscheidungen eben doch enormen Stress ( 😉 ). Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich eigentlich nicht so ein riesiger Fan von Strandurlauben bin, weil mir das einfach zu langweilig ist. Aber wenn man dann schon mal Strandurlaub macht , und das auch noch im wunderschönen Griechenland, dann kommt man sich vor wie in einer Parallelwelt, in der alle Sorgen vergessen sind. Obwohl man ja eigentlich den ganzen Tag nichts tut, vergeht die Zeit so schnell. Im Nachhinein komme ich mir aber fast schon wie ein anderer erholter Mensch vor. Ja dafür sind Strandurlaube meiner Meinung eben doch gut: gutes Essen und Erholung.

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