Ein Wiedersehen mit Antwerpen

IMG_3620Hätte man mich zu Beginn meines Erasmus gefragt hätte ich nicht gedacht, dass es passiert: ich bin in Antwerpen für ein verlängertes Wochenende zurückgekehrt weil ich es wirklich vermisst habe! Ich habe hier während meines Erasmus Semesters ein paar der bisher besten Monate meines Lebens verbracht und so kam eins aufs andere und ich stieg in den Flieger Richtung „Erasmus Heimat“ Belgien.

Allein als ich an dem berühmten Antwerpner Bahnhof ankam rannen mir die Freudentränen über die Wangen – es war als wäre ich nicht weg gewesen. Auf dem Weg zu meinem alten Studentenheim ging ich durch meine altbekannte schmuddelige, creepy und auch leicht kriminelle Gegend. Als ich selbst hier auch noch Freudentränen in den Augenwinkeln hatte ( man sollte vielleicht wissen, dass ich meine gruslige Nachbarschaft in Antwerpen echt schrecklich fand) merkte ich, dass ich Antwerpen einfach durch und durch vermisst hatte. Spätestens am Studentenheim angelangt wo ich dann auch auf ein paar alt bekannte Gesichter und Freunde aus der Erasmus Zeit traf war es um mich geschehen! Wie sehr ich die Leute vermisst habe! Ich glaube ich war so aufgedreht, dass ich nur noch durchgängig gekreischt habe und wie ein Flummi in der Gegend rumgehüpft bin. Es fühlte sich an als wäre ich nur ein paar Wochen weg gewesen, tatsächlich waren es aber 7 Monate.

Selbstverständlich stürmte ich auch gleich in den altbekannten Supermarkt ein paar Straßen weiter und kaufte das was man kaufen sollte, wenn man die belgische Kultur vermisst hat: belgisches Bier! Wahrscheinlich war ich ein wenig zu übereifrig mit dem Bier…

Am ersten Abend gab es dann eine der legendären Erasmus Partys im Haus und ich merkte schnell, dass ich nicht mehr so ganz auf dem Erasmus Trinkniveau war… als ich dann später leicht angetüdelt auf dem Fahrrad saß passierte mir das was mir während meines ganzen Erasmus nicht passiert ist: ich viel vom Fahrrad! Ich war wirklich nicht mehr in Übung.

In den nächsten Tagen lief ich noch viel durch die Stadt – Antwerpen ist im Sommer einfach so anders. Ich lernte die Stadt von einer ganz anderen Seite kennen und freute mich, dass ich meinen Vorsatz wirklich wahr gemacht hatte. Während eines Erasmus im Winter schwärmten einige „Locals“ immer wieder von den tollen Bars im Sommer oder den Parks… ich wollte Antwerpen einfach auch einmal im Sommer erleben!

Zum Pflichtprogramm gehörte für mich auch Muscheln kochen. In Antwerpen bekommt man Muscheln sehr frisch in den Supermärkten und da ich damals „in den guten alten Erasmus Zeiten“ oft und gerne Muscheln für Freunde gekocht habe (ich bin nicht gut im Kochen, aber Muscheln sind wirklich Idiotensicher) gehörte das natürlich auch noch mit dazu!

Es war also ein wahrer Urlaub für die „Seele“, die doch schon sehr das Erasmus Leben vermisst hatte.

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