Ein Wochenende in der traumhaften Lagunenstadt: Venedig (1)

IMG_3296Oh Venedig! Was für eine Stadt- falls ich mal im Lotto gewinne oder in Rente komme werde ich mir sicherlich in dieser wunderbaren Stadt einen Wohnsitz zulegen. Venedig hat einfach einen ganz eigenen Charme: Überall diese prachtvollen Palazzi, Brücken und Plätze die von dem einstigen Reichtum zeugen vor dem die Stadt nur so strotzte. Inzwischen alles leicht verfallen, aber dennoch gibt dieser leichte Verfall der Stadt gemeinsam mit ihren engen Gassen und wunderbaren Kanälen ihren Charakter. Zwischendrin gleiten mehrere Gondeln mit Gondoliere in geringelten Shirts über den Kanal. Ab und an braust ein Motorboot zwischendurch. Irgendwie hat Venedig durch die Kanäle und dem Wasser etwas beruhigendes. Zumindest wenn nicht all diese anstrengenden Touristen und Tauben wären die die Stadt überfluten. Mein Freund und ich sind von Wien aus über Nacht nach Venedig gefahren. Und die strapaziöse Anreise lohnte sich schon allemal als wir um sechs Uhr in der Früh in der Lagunenstadt ankamen! Denn dort bot uns ein atemberaubender Blick: Der Canale Grande komplett leer und mit einem Sonnenaufgang den die Welt noch nicht gesehen hat. Als wir dann mit einem der öffentlichen „Bus“-Boote oder den Canale Grande glitten und die Stadt so langsam erwachte war es fast schon um mich geschehen. Spätestens als wir über den leeren Markusplatz zu unserem airbnb gingen hätte ich quietschen können vor Freude.

Es gibt nichts schöneres als Venedig am Morgen ohne Touristen. Wer sagt, dass die Stadt von dem ansteigenden Wasserpegel gefährdet sei hat sowas von keine Ahnung. Meiner Meinung nach sind es die Touristen, die teilweise in riesigen Kreuzfahrtschiffen angekarrt werden und Venedig fast schon überrennen 😉

Gut natürlich man könnte jetzt sagen ich bin ja selbst ein Tourist in dieser Stadt, aber irgendwie habe ich mich in Venedig nicht wie ein Tourist gefühlt. Das fing schon an mit unserem traumhaften airbnb das wir direkt am Markusplatz hatten. Authentisch wie es sich für eine Wohnung in Venedig gehört war der Holzboden mega schief und direkt an einem kleinen Kanal gelegen. Wenn man sich da nicht venezianisch fühlt weiß ich auch nicht. Des Weiteren haben wir versucht so gut es ging den Touristenschwärmen aus dem Weg zu gehen. So sind wir auch am nächsten Tag extra früh aufgestanden um noch im Morgengrauen nochmal auf den Markusplatz zu gehen. Der Markusplatz voll mit Touristen ist schön – aber ohne Menschen ist der Markusplatz einfach nur ein Traum. Es war so schön sich hier aufzuhalten ohne Angst haben zu müssen gleich überrannt zu werden. Bei der Seufzerbrücke angelangt sind wir dann in eine Seitengasse hineingegangen und haben die besten italienischen Bars entdeckt wo einem vom Kaffee- und Kipferlduft fast schon das Wasser im Mund zusammenläuft. Wer mich schon länger kennt weiß dass das meine liebste Beschäftigung in Städten ist: abseits der großen Straßen in kleine Seitengassen gehen um das wahre Leben der Menschen dort kennenzulernen. Und das hat sich auch für Venedig wieder bewährt….

 

Da ich in Venedig fototechnisch natürlich wieder einmal sehr eskaliert bin folgt noch ein zweiter Teil….

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