Und plötzlich reden alle Französisch- mein erster Ausflug nach Brüssel

img_0600-2Nach meinem ersten kleinen Kulturschock und meinen doch nicht ganz so guten ersten Eindruck über Antwerpen ging es ein paar Tage später erst einmal nach Brüssel. Denn das ist etwas was ich von Anfang an eigentlich sehr an Antwerpen genossen habe- die Lage. Man ist in 40 min in der Hauptstadt Brüssel und die anderen großen belgischen Städte sind auch nicht weit weg. Nur 2 Stunden von Amsterdam entfernt ist es nach Holland und auch in das wunderschöne Utrecht auch nicht weit. Perfekte Ausgangslage also um kleine Reisen zu unternehmen.

Da mein Freund leider ab Brüssel wieder nach Hause flog verbanden wir das noch mit ein paar schönen Tagen in Brüssel. Und nachdem ich aus dem Zug ausstieg und noch meinen kleinen Schock aus Antwerpen im Hinterkopf hatte war ich sofort begeistert von Brüssel. Natürlich ist Brüssel nicht die wunderschönste Stadt der Welt, aber Brüssel hat einfach unglaublich charmante Seiten. Faszinierend, dass obwohl Brüssel „die Hauptstadt Europas“ genannt wird, doch relativ klein ist. Und natürlich die Sprache. Das ist ein Merkmal, das mich an Belgien immer wieder zum Staunen bringt: die drei Teile mit den jeweiligen drei Sprachen. Brüssel liegt zwar im flämischen Teil (wie Antwerpen), hier hat sich aber Französisch eingebürgert. Man kommt sich fast schon wie in einem anderen Land vor, weil alles nur noch auf Französisch ausgeschrieben ist.

Brüssel begeistert mich aber auch durch die „Macht“ die hier residiert. Auch wenn es nicht wirklich schön anzusehen ist, ist es doch spannend durch das EU Viertel zu laufen. Aber natürlich auch der Königspalast vom belgischen König Phillippe und Königin Mathilde ist sehr beeindruckend.

Sehr verliebt habe ich mich in den „Grote Markt“, der mit all den vergoldeten Fassaden sehr prachtvoll wirkt. Die Gebäude am Grote Markt waren ursprünglich von verschiedenen Zünften. Lustigerweise ist Starbucks dort z.B. im alten Kaffeezunfthaus. Und in einem alten Restaurant am Grote Markt residierte damals Karl Marx als er Asyl in Belgien suchte. Man vermutet stark, dass er dort „das Kapital“ schrieb was für mich als Hobby-Philosophiestudentin irgendwie spannend ist.

Highlight ist aber auch ganz klar „Manneken Pis“ eine pinkelnde Bubenstatue, die nun absurderweise das Wahrzeichen der Stadt geworden ist. An manchen Tagen pinkelt er sogar Bier- einfach nur lustig die Belgier. Apropos Bier: Bei einem Besuch in Brüssel darf man natürlich auch nicht die Bar „Delirium“ vergessen, die mit 3000 verschiedenen Biersorten echt ein Phänomen ist. Belgien ist schließlich sehr berühmt für Bier und wer dort kein Bier kostet hat echt etwas verpasst.

Ihr seht Brüssel hat es mir echt angetan. Aber irgendwann geht auch die schönste Zeit zu Ende und für mich hieß es dann Abschied nehmen von Brüssel und auch von meinem Freund. Antwerpen rief schließlich und mein Auslandssemester.

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