Mein letzter Tag in Wien – meine To do Liste wenn man die Stadt verlässt

img_8971-2Oh mein geliebtes Wien! Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich dich verlassen musste- aber gut, ab und an muss man nun mal neue Länder bereisen. Dennoch wollte ich meinen letzten Tag in Wien mit einigen meiner wienerischen Lieblingsdinge verbringen, die mir im Ausland echt fehlen werden.

Schon die Tage zuvor habe ich nur noch Dinge gemacht, die mir wenn ich an Wien denke fehlen werden. So war natürlich noch die clever Pizza ein Muss mit den Mitbewohnern! Aber an meinem wirklich letzten Tag in Wien waren allein schon die Rahmenbedingungen ideal: perfektes Wetter und mega warm, als wollte sich die Stadt noch von ihrer besten Seite zeigen, bevor ich sie sehr lang nicht mehr sehen würde. Ich konnte mich sehr glücklich schätzen, dass sich mein Freund erbarmte mit mir meine To Do Liste abzuarbeiten.

Als erstes gings zum brunchen auf den Naschmarkt. Und natürlich nicht irgendwo hin, sondern in eines meiner (und wahrscheinlich vieler Wiener Menschen) Lieblingslokale Neni! Ich habe bereits schon einmal über das Neni geschrieben (siehe hier)- mich begeistert einfach diese arabische Küche! Es ist mal was ganz anderes und auch wenn es Hummus und co. inzwischen auch überall zu kaufen gibt, ist es immer wieder toll im Neni etwas neues zu probieren. Da gutes Wetter war konnten wir uns raus setzen, was ich absolut liebe- man kann die Sonne genießen, die Passanten beobachten und die Atmosphäre des Nachmarkts so richtig „aufsaugen“. Natürlich ist der Naschmarkt unglaublich touristisch, aber ich finde zum essen bzw. brunchen ist es wirklich toll dorthin zu kommen und eindeutig cooler als sich in irgendein Lokal in die Stadt zu setzen.

Weiter ging es dann Richtung Innenstadt und dem zweiten Punkt auf meiner Liste: die Ringstraße ablaufen.Vielleicht auf den ersten Blick nicht sehr originell, aber wenn man nur noch einen Tag Zeit hat Wien zu erleben, ist die Ringstraße mit all ihren Prachtgebäuden wirklich Pflichtprogramm. Von KHM bis Votivkirche sind wir alles brav abgelaufen.

Speziell bei der Hofburg haben wir dann Halt gemacht um noch in den Burggarten zu gehen, wo noch ein paar Rosen blühten. Es gibt keinen schöneren Anblick als die Massen an blühenden Rosen im Burggarten! Wir setzten uns dann auf einen der Stühle (ich finde immer diese grünen Stühle verleihen dem Burggarten einen romantischen Touch) um Kaffee zu trinken.

Vom Burggarten aus gingen wir dann durch den Hofburg-Komplex Richtung Graben. Ich finde den Blick wenn man auf dem Heldenplatz steht und auf die Hofburg blickt immer unbezahlbar.

Wir schlenderten dann den Kohlenmarkt Richtung Graben entlang und machten im Meindl halt. Ich bin total verrückt nach dem Meindl! Ich finde es richtig spannend mal ganz exotische Obstsorten zu testen oder irgendwelche kulinarischen Dinge aus anderen Ländern zu kaufen. Leider ist das mit meinem Studentenbudget nicht so ganz vereinbar, weshalb wir nur eine englische Rosen Limonade und italienische Grissini kauften.

Wenn man dann aus dem Meindl raus kommt hat man einen fantastischen Blick auf den Graben mit Pestsäule. Direkt in einer Seitenstraße ist der Laden mit dem unaussprechbaren Namen „Trzesniewski„. Hier gibt es nicht nur kleine Brote mit den besten und kreativsten Aufstrichen, sondern hier findet man auch „die echten Wiener“ wie sie mürrisch drein blickend mit ein paar kleinen Broten und einem „Pfiff“ dem Trubel der Innenstadt entfliehen. Hach was wäre Wien nur ohne die Wiener? Wir kauften eine Box mit ein paar kleinen Broten und gingen weiter den Graben entlang. Nachdem wir noch einen kurzen Blick auf den guten alten „Steffel“ geworfen hatten fuhren wir mit der U-bahn Richtung alte Donau um noch schwimmen zu gehen und dort zu Picknicken.

Als dann die Sonne so wunderschön über der alten Donau unterging konnte ich die Tränchen irgendwie doch nicht mehr unterdrücken. Klar freue ich mich riesig auf mein Auslandssemester, aber ich lasse auch eine grandiose Stadt und ganz viele tolle Leute in Wien zurück. Aber dafür hatte ich noch einen wunderschönen Tag mit den schönsten Dingen in Wien!

Aber nicht nur ich vergoss Tränchen: am nächsten Tag als ich in der Früh in den nächsten Zug nach Deutschland stieg regnete es in Stömen. Ganz dramatisch, wie im Film. Aber wir sehen uns ja bald wieder Wien!

Next Stop: Auslandssemester in Antwerpen 🙂

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